Author: Wolfgang

  • Willkommen bei den Wikingern

    Tag 2 meiner Reise führt mich nach Schleswig, wo es wenig südlich am Rande eines Seitenarms der Schlei die Geschichte der ehemaligen WikingerSiedlung Haithabu zu besichtigen gibt.

    Mein Weg dahin führte von Aukrug nach Nordwesten, bei Breiholz durfte die Schubkarotte dann Fähre fahrend den Nord-Ostsee-Kanal überqueren und weiter ging’s über Rendsburg nach Schleswig.

    Tropfen von oben waren nur eine kurze Episode, aber ein böiges Lüftchen direkt auf die Nase begleitete mich durch den Tag und hat meine Fahrt etwas gebremst.

    Nachmittags kam die Sonne wieder durch und ich konnte in Rainers sonnigem Garten unter blühenden Apfelbäumen entspannen.

    Das Zauberwort heißt 1nitetent, eine Plattform von wunderbaren Menschen wie Rainer, die Wanderern und Radfahrern gestatten, in ihrem Garten für eine Nacht zu zelten. Wow – was für eine tolle Möglichkeit, sein Zelt ⛺ legal aufzubauen, und dazu gibt’s obendrein Gelegenheit, interessante Leute kennenzulernen. Danke Rainer!

    Wenn du noch nie in Schleswig warst, dann plan den Besuch doch mal ein! Schöne Stadt an der Schlei und richtig viel zu sehen gibt’s auch: Allein drei bedeutende Museen gibt es: Haithabu, Dannewerk und das Landesmuseum Schloss Gottorf – und dann gibt’s auch noch das Idyllische Fischerdorf Holm.

    Eine Brauerei scheint es nicht zu geben. Na dann gibt’s eben Flens! Prost 🍺 und bis zum nächsten Post

    Feierabendbierchen am Schleswiger Stadthafen nach 70 Radelkilometer
  • Es geht los – Tag 1 meiner Auszeit ist endlich da

    So hatte ich mir das gewünscht für meinen Start in den Urlaub: Der Wonnemonat Mai zeigt sich von seiner schönsten Seite, herrlicher Sonnenschein mit ein paar harmlosen Haufenwölkchen, dazu ein weicher warmer Südwind, der mich nach Norden schieben wird.

    Die Schubkarotte, mein orangefarbenes Lastentier, rollt voll bepackt vom Hof. Von Hamburg geht’s über Norderstedt, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt Richtung Neumünster. Meine Frau Birgit begleitet mich noch ein Stückchen bevor ich mein Abenteuer alleine beginn.

    Kleine Umwege lohnen sich – abseits der befahrenen Hauptstraßen roll ich über wunderschöne Alleen und kleine Dörfer durch die Mitte Schleswig-Holsteins.

    Nach gut 70 Kilometern erreiche ich einen traumhaft gelegen Trekkingplatz im Naturpark Aukrug. Die Trekkingplätze wurden durch die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein als legale wilde Übernachtungsmöglichkeit geschaffen. Mein erster Besuch auf einem dieser Plätze begeistert mich.

  • Am Tag X minus 2 gibt’s was auf die Ohren

    Pünktlich zum geplanten Reisestart hat mich mein Sohn Flo mit einer Playlist handverlesener Musik versorgt. Als erfahrener TransEuropaRadler weiß er, was es braucht, um etwas langweilige Streckenabschnitte unterhaltsam zu machen, bei Regen und Gegenwind Energie zu liefern oder einen magischen Augenblick im Sonnenuntergang musikalisch zu untermalen. Und natürlich kennt er Vadders musikalische Vorlieben und hat auch eine Idee, was der alte Mann unbedingt mal hören sollte 😉. Danke Flo für Wolles Radelliste!

  • Kleine Überraschung am Tag X minus 7

    Ist der noch ganz dicht? Der in vielerlei Kontext beliebte Spruch beschäftigt auch mich, besonders dann, wenn es um den Packsack für meine feuchtigkeitsempfindliche Gleitschirmausrüstung geht. Auf dem Rad muss der Packsack nicht nur Regenwasser von oben sondern auch Spritzwasser von allen Seiten zuverlässig abhalten. Praxis schlägt Theorie – mein in die Jahre gekommener Packsack muss in die Power-Dauer-Shower.

    Wie gut, dass ich meinem Bauchgefühl gefolgt bin und noch einmal den Praxistest gemacht habe. Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich hier schleunigst Ersatz beschaffen muss. Der Cruise Backback dry hält nicht mehr, was er verspricht 😕.

    Zum Glück weiß ich schon, was da als Alternative in Frage kommt.