Tag 7: es fliegt

nur wann?

Die Wettervorhersage verspricht für den Nachmittag Wind aus Nordwest mit ca 18 km/h – alles andere als ideal aber mit viel Glück könnte das reichen zum Abheben.

Allerdings wäre da noch eine Klitzekleinigkeit: Veijers Strand liegt mitten in einem militärischen Übungsgebiet und deswegen muss ich mich auf briefing.naviair.dk informieren, ob es temporäre Luftraumbeschränkungen gibt. Leider ist das so: Von 9 Uhr bis 15 Uhr Nachmittags ist die Luftraumsperrung über dem Übungsplatz aktiv.

Screenshot aus briefing.naviair.dk. Die gefürchteten roten Flächen weisen auf Luftraumsperrungen hin.

Klar, ich bin jetzt kein Himmelsstürmer, wenn ich mit meinem Schirm über der Düne rumkratze, aber ich nehme als Pilot am Luftverkehr teil und muss mich an die Regeln halten. So ist das eben. Beim Skat sticht auch der Ober den Unter. Ich lass Nichts unversucht und vergewisser mich durch einen Anruf beim Sicherheitsoffizier des Schiessplatzes, ob Flüge mit maximaler Höhe von 30 m über Meeresspiegel nicht vielleicht doch möglich sein könnten. Aber die Antwort kam sehr schnell und deutlich: Not at all! Ok, Fragen koscht nix😀

14 Uhr steh ich am Strand und packe meine Sissy aus (Alle meine Gleitschirme haben Namen und wenn ich Lust und Langeweile habe, schreib ich noch eine Seite über meine Flugausrüstung…)

Jetzt aber weht der Wind mit reichlich 20km/h aber leider auch wieder relativ schräg zur Düne. Fliegen wird grenzwertig sein, aber zunächst kann ich mir noch eine Stunde mit Groundhandling die Zeit vertreiben und lass mich von Sissy über den Strand ziehen.

Um 15 Uhr geht für mich der Luftraum auf, um 15:01 bin ich auf dem Runway

und 10 Sekunden später in der Luft: der erste Flug meines Micro Adventure ‘Ride ‘n Fly in Denmark”. Yipiiiieee